Perth

Nachdem Alina und ich dann einige Zeit bei unseren Freunden in Erina (Sydney) verbracht haben, haben wir den nächsten Flug gebucht nach Perth. Warum? Dafür haben doch einige Sachen gesprochen. Für mich ist die Ostküste bis auf einzelne Touristenmetropolen, wie Frazer Island, kein Neuland. Ich habe während meiner 3 Besuche in Australien bereits Melbourne, Sydney, Brisbane, Carns und Cape Tribulation gesehen. Auch unsere recht verhaltene Einstellung zu wilden Partys irgendwo in einer Großstadt und die Tatsache, dass es ein offenes Geheimnis ist, welche Vorteile die Westküste Australien der Ostküste gegenüber hat.

Also ab nach Perth und dort dann schnell eine Arbeit und eine Wohnung finden und nach ein paar Monaten arbeiten ab die Westküste hoch und das Land bereisen. So haben wir uns es zumindest vorgestellt.

Als wir in Perth ankamen, war ich recht erleichtert. Die Kakerlaken in unserem Hostel waren nichts woran wir uns erst gewöhnen mussten und die Stadt ist super schön. Ganz im Gegensatz zu Sydney ist Perth viel ruhiger und alles etwas kleiner. Sydney ist eine wunderschöne Stadt und das durfte ich selbst erfahren, aber es ist und bleibt eine Großstadt, eine Touristen- und Weltmetropole. Ich würde jetzt eigentlich versuchen euch direkt die Vor- und Nachteile dieser Stadt schlüssig aufzuzählen, damit ihr euch ein Bild machen könnt. Da Alina und ich hier jedoch mehrere Monate verbringen werden, glaube ich werde ich meine Einträge weiter schreiben und am Ende meiner Zeit hier meine Erfahrungen zusammenfassen und euch wird mein Bild von Perth an Hand meiner Einträge nachvollziehbar sein.

2 Wochen blieben wir im Zentrum Perth´s in einem Hostel und begannen mit Wohnungen zu besichtigen und uns nach einer Unterkunft umzuschauen, die für uns ein kleines Zuhause werden sollte über die Zeit, die wir hier verbringen würden, um Geld zu verdienen und das Land, die Stadt sowie die Menschen kennen zu lernen. Angefangen hatte alles mit einer Wohnung, in die wir einzogen sind nur, um eine Woche später wieder auszuziehen. Grund dafür war, dass der Preis von 190$ die Woche aus irgendeinem Grund nach 2 Tagen auf 250$ gestiegen war. Ob es rein böse Absichten oder ein Missverständnis war wissen wir nicht , doch trotzdem war dies das beste was Alina und mir im Nachhinein passieren konnte. Die erste Wohnung hatte zwar (zumindest anfangs) einen recht niedrigen Preis lag dafür aber auch ziemlich weit vom Zentrum weg und war mit der Bahn nur sehr umständlich zu erreichen, zumal die Busverbindungen in Perth recht kläglich und absolut unzuverlässig sind, was einen vor ein Rätsel stellt, bei den unfassbar vielen Bussen, die an einem vorbeirauschen mit der Anzeige „Not in Service“. Also zogen wir danach nach Fremantle.

Hier wohnen wir nun in Freo in einer Wg, die für deutsche Verhältnisse unverschämt groß ist, 2 Gehminuten von unserm kleinen Dorfzentrum und 1 Querstraßen von unserem unendlichen Planschbecken entfernt. Zusammen mit einem Australier namens Ezre und einem Berliner namens Tim verbringen wir nun hier die kommenden Monate während wir arbeiten. Einen Job zu finden hat sich jedoch als weitaus schwieriger heraus gestellt,  als wir erwartet hatten. 1 1/2 Monate haben Alina und ich uns mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten und so unsere Miete und Nahrung bezahlt. Selbst als Alina nun endlich einen Job gefunden hatte bei einem Cafe in der reichen Gegend von Claremont, hat es bei mir noch ein paar Wochen gedauert, bis mich endlich Eric, bei dem ich schon ein paar Gelegenheitsjobs angenommen habe, anschrieb und mir einen Job angeboten hat. Die Arbeit ist hart und durchschnittlich arbeite  ich etwa 13 Stunden mit recht geringen Pausen, aber er bezahlt fair und zuverlässig, was in Australien schon etwas besonderes ist.

So geht die Zeit nun ins Land. Wir arbeiten sehr viel und genießen die Abende, an welchen wir noch etwas mit unseren Mitbewohnern unternehmen können und freuen uns mit jedem Tag mehr auf die anstehende Reise, die wir nun schon in weniger als 2 Monaten beginnen werden.

 

 

Wie ihr vielleicht schon festgestellt habt, habe ich es vermieden zu erläutern, wie unsere Erlebnisse mit den Menschen hier sind und zu erzählen was uns in letzter Zeit so bewegt hat. Das würde ich gerne nochmal in einem eigenen Eintrag festhalten, der bald kommen wird, da es sonst wahrscheinlich recht verwirrend wird sowohl chronologisch zu erzählen, was passiert ist als auch zu bewerten, was wir erlebt haben.

Dieser Blogeintrag ist ein Schnelldurchlauf der letzten 2 Monate gewesen und deshalb auch nicht sehr ausführlich. In der kommenden zeit werde ich noch einmal ausführlich auf Wichtigeres eingehen. Ich hoffe natürlich ihr könnt euch trotzdem ein Bild machen und verliert das Interesse nicht. Ich freue mich, wenn euch meine Einträge noch interessieren und noch viel mehr, wenn ihr mir über die verschiedenen Wege mal ein Feedback zukommen lasst. Auch Verbesserungsvorschläge kann ich immer gut gebrauchen.

Viele Liebe Grüße Euer Coco

Da bin ich mal für 3 Minuten weg, um am Schalter meine Bankkarte abzuholen, da gönnt sich die junge Dame schon eine Verschnaufpause in einer Bankfiliale.
Kaum einen Tag nachdem wir nach Fremantle gezogen sind. Der erste Anruf für einen Job. Ansage: sei in einer halben Stunde

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 13 Stunden Arbeit kein Ende in Sicht

Tim unser Mitbewohner

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